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Bengt Kreibohm hakt nach.

In den vergangen Wochen wurde in der Presse wiederholt über die neue Situation im Parkplatzbereich des Nettomarktes Ohlhof berichtet. Die Gemüter im Stadtteil sind unverändert sehr erhitzt. Für viele Anwohnerinnen und Anwohner ist es nicht nachvollziehbar, warum ein großer Teil des Nettoparkplatzes entweder nur noch mit Berechtigungsschein oder mit Parkscheibe für 1,5 Stunden benutzt werden darf, schließlich war seit Bestehen des Nahversorgers nie eine Parkraumknappheit festzustellen. Bei vielen Gesprächen hier im Stadtteil wurde sehr deutlich, dass das Vorgehen auf großes Unverständnis gestoßen ist.

Im Rahmen meiner Vorstandsarbeit für den Stadtteilverein Ohlhof habe ich daher das Gespräch mit den Verantwortlichen des Nettomarktes, Frau Wegner und Herrn Hartmann, sowie den Herren Söchtig und Ritter von der Werker Stiftung als Verpächterin gesucht. Unterstützt wurde ich bei dem Ortstermin von Dr. Oliver Junk. Ziel sollte es sein, sich über die Situation auszutauschen, die Beweggründe zu erörtern und ggf. einen Kompromiss herbeizuführen.

Bei dem gemeinsamen Ortstermin in Ohlhof am 6.7. mit allen Beteiligten wurden die unterschiedlichen Positionen in einem offenen Gespräch erörtert. Aus Sicht der Werker Stiftung und des Nettomarktes wurde der Zustand vor der Vergabe der Parkraumüberwachung an die Firma „fair parken GmbH“ erläutert. Von den gesamten Parkplätzen sind insgesamt 21 für die Unternehmen der Ohlhofbreite 38a vorgesehen. Hierfür sind Berechtigungsscheine durch die Werker Stiftung ausgestellt und verteilt worden. Die übrigen Parkplätze sind für Kunden des Nettomarktes vorgesehen. Ärgernis waren vor allem Dauerparkende und Wohnmobile und Werbefahrzeuge / Anhänger, die über einen langen Zeitraum hinweg auf dem Parkplatz abgestellt wurden, und, dass somit Parkraum für Kunden des Marktes in nicht ausreichender Anzahl zur Verfügung gestanden hat.  

Aus Sicht der Anwohnerinnen und Anwohner ergeben sich jedoch nunmehr Probleme, die entsprechend angesprochen wurden. Vor allem die fehlende Kommunikation und die sofortige Erhebung von Vertragsstrafen i.H.v. knapp 25,00 EUR wurde moniert. Dadurch, dass der Parkplatz jetzt nicht mehr zur Verfügungs steht, parken die Anwohnerinnen und Anwohner häufig auf der Ohlhofbreite. Besonders für den Busverkehr oder bei Leerung der Restmülltonnen durch die Kreiswirtschaftsbetriebe Goslar ergibt sich eine unübersichtliche Verkehrslage. 

Grundsätzlich besteht natürlich Einigkeit darüber, dass es sich bei dem Parkplatz um Privatbesitz handelt, der für sehr viel Geld durch die Werker Stiftung erschlossen wurde. Über diesen kann und muss der Nettomarkt als Pächter frei verfügen. Während der Öffnungszeiten des Marktes muss daher der Parkplatz die Kundschaft zur Verfügung stehen. Mit Parkscheibe kann jede Anliegerin und jeder Anlieger bis zu 1,5 Stunden den Parkplatz des Nettomarktes nutzen.

Ich freue mich, gemeinsam mit den Beteiligten, einen ersten Kompromiss gefunden zu haben. Die Parkraumüberwachung durch die fair parken GmbH wird nur während der Öffnungszeiten des Nettomarktes erfolgen. Demnach kann an Sonn- und Feiertagen, bzw. außerhalb der Öffnungszeiten des Nahversorgers, der Parkplatz auch für länger als 1,5 Stunden von Nichtkundinnen und Nichtkunden genutzt werden. Die Benutzung erfolgt jedoch auf eigene Gefahr. Damit konnte ein erster Schritt aufeinander zu gemacht werden, ein Kompromiss gefunden werden, dessen Potential, das Problem zufriedenstellend zu lösen, nun eruiert werden muss.

Ich denke mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Verständnis für die jeweils andere Position kann sich somit die Situation in Ohlhof wieder entspannen. Ohlhof ist froh, nach den langen Jahren ohne Nahversorger wieder vor Ort einkaufen zu können.  Und der gefundene Kompromiss zeigt, dass allen Beteiligten die gute Nachbarschaft wichtig ist. Ich arbeite aber weiter dafür, dass es perspektivisch wieder zu der ursprünglichen Vorgehensweise kommen kann – ohne Kontrolle durch den Parkdienst.

Mit freundlichen Grüßen,

Bengt Kreibohm

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